Verein Zürcher Lehrpersonen Deutsch als Zweitsprache

Unsere Fachtagung 2017

DaZ und Logo - zwischen Abgrenzung und Ergänzung

Hauptreferat

Referat von Christoph Till, Sprachheilpädagoge,M.A., Diplom-Assistent für Logopädie am Departement für Sonderpädagogik an der Universität Freiburg/CH, u.a. verantwortlich für das Seminar „Sprachstörungen bei Mehrsprachigkeit“ und diversen Weiterbildungen zum Themenbereich

DaZ und Logo - zwischen Abgrenzung und Ergänzung

Weltweit wächst die Mehrheit der Kinder mehrsprachig auf. Das trifft auf bilingual-aufwachsende Kinder zu als auch auf solche, die bedingt durch Migration im Laufe der Kindheit eine Zweitsprache erwerben (müssen). Kinder, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) erwerben, können ihre Bezugspersonen (Eltern, Erzieher und Erzieherinnen, Lehrpersonen, Therapeuten und Therapeuten) vor gewisse Probleme stellen.

Denn diese Kinder werden im Laufe ihres Deutscherwerbs Fehler machen, was auch ganz natürlich ist, wenn man überlegt, dass die Aussprache, der Wortschatz, die Grammatik und alles weitere, was eine Sprache ausmacht, erlernt werden müssen. Es gibt aber auch Fehler, die dadurch zu erklären sind, dass die Erstsprache ihre Eigenschaften auf die Zweitsprache überträgt, was z.B. in der Form eines Akzents deutlich wird. Des Weiteren existieren Sprachfehler, die auf eine sog. (spezifische) Sprachentwicklungsstörung zurückzuführen sind und von Logopäden oder Logopädinnen behandelt werden müssen.

Die Unterscheidung der drei vorgestellten Fehlerarten hängt mit der Entscheidung zusammen, ob ein Kind „nur“ einen sprachlichen Förderbedarf oder gar einen Therapiebedarf hat. Damit Fachpersonen in Kindergarten und Schule ein korrektes Urteil hierüber fällen können, braucht es einerseits Wissen zum regelhaften wie auffälligen mehrsprachigen Spracherwerb, ein planvolles und begründetes Vorgehen (Leitfäden) sowie geeignete Untersuchungsinstrumente (Frage- und Beobachtungsbögen, Tests).

Im Rahmen des Vortrags sollen die wesentlichen Erkenntnisse zum mehrsprachigen Spracherwerb und dessen Abweichungen vorgestellt, geeignete Vorgehensweisen zur Abgrenzung eines Förderbedarfs von einem Therapiebedarf diskutiert und ein Überblick über verfügbare Untersuchungsinstrumente gegeben werden.

Die Inhalte des Vortrags werden durch entsprechendes Bild- und Videomaterial veranschaulicht und ergänzt.

Die Durchführungsdaten und Örtlichkeit sind: 

Mittwoch, 25. Oktober 2017 oder

Mittwoch, 15. November 2017 

in der Alten Kaserne Winterthur.

Hier geht es zum Tagungsflyer. Bitte ausdrucken, im Lehrerzimmer aufhängen und einen der SL überreichen.

Anmeldungen werden elektronisch entgegengenommen. Die Tagung steht allen Interessierten offen, unabhängig von Wohn - oder Arbeitsort. Details dazu siehe unter der Rubrik "Anmeldebedingungen". In Workshops, die als ausgebucht markiert sind, können keine weiteren Personen aufgenommen werden.

Fragen zur Tagung können hier schriftlich gestellt werden.

Workshops

An der diesjährigen Tagung stehen 12 Workshops zu diversen Themen zur Auswahl.